Der Umgang mit einer Epidemie: Fall 2 (Corona-Virus 2020)

Der Umgang mit einer Epidemie: Fall 2 (Corona-Virus 2020)

Fall 2: Erkrankung des Arbeitnehmers oder seiner Kinder

Im Fall der Erkrankung des Arbeitnehmers selbst an dem Corona-Virus kann zunächst einBeschäftigungsverbot durch das zuständige Gesundheitsamt angeordnet werden (§ 31 S. 2 IfSG). In diesem Fall kann der Arbeitgeber Erstattung seiner Aufwendungen nach § 56 IfSG verlangen (siehe oben).
Anderenfalls liegt ein normaler Fall der Arbeitsunfähigkeit vor, bei dem sich die Regelungen zur Entgeltfortzahlung nach dem EFZG richten. Dies kann allerdings auch bedeuten, daß Arbeitnehmer, die sich bewußt in bereits bekannte Corona-Krisengebiete begeben haben, keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben, weil die Arbeitsunfähigkeit nicht unverschuldet eingetreten ist.
Im Falle der Erkrankung eines betreuungsbedürftigen Kindes des Arbeitnehmers erfolgt eine Freistellung ohne Entgeltfortzahlung, die dann (mit Abzügen) gegenüber dem Arbeitnehmer durch die Krankenkasse vorgenommen wird.
Insoweit gelten also keine Besonderheiten gegenüber regulären Krankheitsfällen.

Mit Unterstützung von Rechtsanwälte Prauka & Partner

Lesen Sie dazu auch:

  1. Fall 1: Betriebsschließung
  2. Fall 2: Erkrankung des Arbeitnehmers oder seiner Kinder
  3. Fall 3: Schließung öffentlicher Einrichtungen
  4. Informationen an Arbeitnehmer
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